22comiQ

Mit „Bin ich behindert?“ erschien 2024 die erste Ausgabe der Comicreihe 22COMIQ, die der Verein Wir sind 22Q ins Leben gerufen hat. Der 18-seitige Comic erzählt die Geschichte von Bela und begleitet Kinder und Jugendliche mit dem 22Q11.2-Deletionssyndrom auf ihrem Weg zu Orientierung, Selbstvertrauen und Gemeinschaft.

Medium
Comic Heft

Auftraggeber
Wir sind 22Q e.V.

Jahr
2024

Über das Projekt

Der Verein „Wir sind 22Q“ hatte das Ziel, einen Comic zu entwickeln, der jungen Betroffenen und ihren Familien Mut macht und das Leben mit dem 22Q11.2-Deletionssyndrom verständlich vermittelt. Unter dem Label 22COMIQ entstand mit „Bin ich behindert?“ der Auftakt einer Comicreihe, die künftig weitere Aspekte rund um das Leben mit 22Q aufgreifen kann.

Grundlage war ein bereits ausgearbeitetes Skript, das uns von Beginn an durch seine glaubwürdigen Dialoge überzeugte. Im Mittelpunkt steht Bela, der überraschend von seiner Diagnose erfährt. Der Wechsel auf eine Förderschule, neue Herausforderungen und schließlich die Begegnung mit anderen Jugendlichen im 22Q-Jugendcamp zeigen seinen Weg vom ersten Schock hin zu Gemeinschaft und neuem Selbstvertrauen.

Bereits während der Konzeptphase standen wir in engem Austausch mit dem Verein und der betreuenden Lektorin. In gemeinsamen Besprechungen wurden Story, Dialoge und die emotionale Wirkung der einzelnen Szenen abgestimmt. Auf dieser Grundlage entstand ein Comic, der fachlich fundierte Informationen mit einer einfühlsamen und leicht zugänglichen Erzählweise verbindet.

Making Of

Wir entschieden uns in diesem Fall, abweichend vom gängigen DIN-Standard, für die visuelle Umsetzung im Format klassischer amerikanischer Comics von 16,8 x 26 cm. Die damit verbundene Haptik und Optik verorten das Heft im für Comic-Leser vertrauten Genre-Umfeld.

Auf Basis des fertigen Skripts entwickelten wir zunächst die Seitenkomposition. In dieser Phase wurde der Erzählrhythmus herausgearbeitet, um die angestrebte Wirkung der einzelnen Szenen zu erreichen.

Anschließend entstanden die Skizzen, in denen die Bildkompositionen möglichst konkret ausgearbeitet wurden, um das Ergebnis dann mit unserem Kunden zu besprechen und, wenn sinnvoll, Anpassungen vorzunehmen.

Im nächsten Schritt erhielt der Comic durch Tusche und digitale Farbgestaltung in AdobePhotoshop seinen Strich und seine Atmosphäre.

Abschließend wurden sämtliche zuvor lektorierten Dialoge professionell gelettert und schließlich die Druckdaten für die Produktion vorbereitet.

Während des gesamten Projekts standen wir in regelmäßigem Austausch mit dem Verein „Wir sind 22Q“ und der betreuenden Lektorin. Dieser Dialog war entscheidend, um sowohl der inhaltlichen Genauigkeit als auch der gesellschaftlichen Relevanz der Geschichte gerecht zu werden. Die Betroffenen sollten sich auf den Seiten wiederfinden und laut der positiven Resonanz ist dies auch gelungen.

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